Dresden, Vortrag und Diskussion „Namibia – Grundeinkommen fĂĽr GrundbedĂĽrfnisse?“
| 23. März 2010 | ||
| 19:00 | bis | 22:00 |
Datum: Dienstag, 23.03.2010, Uhrzeit: 19.00 Uhr, Ort: Kulturrathaus-Kunstfoyer, Königstraße 15, 01097 Dresden
Vortrag und Diskussion „Namibia – Grundeinkommen fĂĽr GrundbedĂĽrfnisse?“ Referent: Herbert Jauch (Politikwissenschaftler, Namibia) In Kooperation mit Rosa-Luxemburg-Stiftung-Sachsen e.V. – AK Dresden, DGB Dresden – Oberes Elbtal, Ă–kumenisches Informationszentrum e.V. , AK „Entwicklungshilfe“, Inkota Regionalstelle Sachsen, Initiative Grundeinkommen Dresden, attac Dresden. Eintritt frei.
Die Debatte über das bedingungslose Grundeinkommen ist aus den engen Zirkeln seiner unmittelbaren Befürworter in die Öffentlichkeit getreten. Es ist heute Gegenstand einer breiten wissenschaftlichen und publizistischen Diskussion und heftiger politischer Auseinandersetzung innerhalb aller politischen Parteien und Strömungen.
Dabei werden oft Fragen gestellt, wie:
Ist das Grundeinkommen machbar, wie ist es finanzierbar? Wie werden die Menschen auf ein Grundeinkommen reagieren? Welche Auswirkungen hat es auf die Gesellschaft? Diese und weitere Fragen können ohne konkrete Untersuchungen und Projekte nicht genau beantwortet werden.
Im Januar 2008 wurde von der BASIC INCOME GRANT COALITION (BIG) in der rund hundert Kilometer von Windhoek (Namibia) entfernten Ortschaft Otjivero/Omitara ein Grundeinkommens-Pilotprojekt gestartet. Alle Einwohner unter 60 Jahren beziehen monatlich ein Grundeinkommen in Höhe von 100 N$ (umgerechnet 8 €) pro Person, das ohne jegliche Bedingung ausbezahlt wird. Das Grundeinkommen steht allen Personen zu, die im Juli 2007 im Dorf ansässig waren, unabhängig von ihrer wirtschaftlichen oder sozialen Situation. Dieses Projekt wurde kontinuierlich wissenschaftlich begleitet und bereits nach einem halben Jahr lagen die ersten Ergebnisse in einem Zwischenbericht vor. Herbert Jauch vom Arbeitsforschungsinstitut und BIG-Koalitionär LaRRI stellt Namibia, seine Landschaft, Geschichte und die gegenwärtige soziale Situation vor. Er berichtet natürlich auch von dem Projekt, das er selbst mit gestaltet hat.

