11. Februar 2017 Juliane Beer

Indisches Grundeinkommen verdient seinen Namen nicht

 

Zum Vorhaben der indischen Regierung, ein partielles Bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen, erklärt die Sprecherin der LAG Bedingungsloses Grundeinkommen Berlin, Juliane Beer:

Nachdem Finnland im Januar einen Testballon mit einem Grundeinkommen, das seinen Namen nicht verdient, startete, will Indien nun nachziehen. 

Demnach sollen 1,3 Milliarden InderInnen einen jährlichen Betrag von 7620 Rupien (106 Euro) erhalten, was auch für indische Verhältnisse mager ist, da der Mindestlohn für ungelernte ArbeiterInnen bei 350 Rupien pro Tag liegt.

Ein Bedingungsloses Grundeinkommen, das knapp den Hungertod verhindert, ist nicht das, was der der Bundes- und Landesgemeinschaft Grundeinkommen in und bei der Partei DIE LINKE vorschwebt. Unser emanzipatorisches Grundeinkommensmodell garantiert ein Leben in Würde.

Auch in Deutschland lautet die Frage mittlerweile nicht mehr, ob ein Grundeinkommen kommt, sondern wann es kommt und wie hoch es sein wird. 

Wir dürfen die Konzeption nicht den neoliberalen Kräften überlassen. Ein solches Grundeinkommen wird vermutlich zu Niedriglöhnen und noch mehr Armut in der Bevölkerung führen, auf der anderen Seite zu satten Steuerersparnissen für Industrie und Kapital.

DIE LINKE muss geschlossen das emanzipatorische Grundeinkommen zu ihrem Thema machen!

 

V.i.S.d.P.: Juliane Beer, LAG BGE Berlin, Kleine Alexanderstraße 28, 10178 Berlin